Video-Interview über meinen Weg

Hier ein kleines Film-Interview mit mir über meine Arbeit und meinen Weg.

Das Interview gibt es auch schriftlich hier: www.happyvisions.de/als-autodidakt-eigene-filmprojekte-umsetzen-interview-mit-joshua/?fbclid=IwAR3vtHhtxNm-o3eCY7RlvSJbkMmdFhlZzVn7To3cMTvhI8ORzbd9KkafKnQ

Auch selber hoffe ich, bald weitere Portraits für die Berufswege Reihe realisieren zu können: http://www.berufswege.com/

 

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Die Bildungsfrage und das Leben

Angefangen mit Yumendo begleitet mich die Bildungsfrage bis heute, mit Zwischenstationen wie z.B. dem HandlungsSpielRaum. Denn, wie wir jungen Menschen begegnen und wie wir die Räume gestalten in denen sie sich diese Welt vertraut machen – oder auch nicht – gehört für mich zum Wesentlichsten. Was es eigentlich bedeutet, Mensch zu sein und was wir mit „leben“ meinen, wird an dieser Stelle sehr deutlich.
Unweigerlich gehört die Bildungsfrage für mich zusammen mit einer Institutionskritik – die mich ebenfalls seit Yumendo begleitet – eben weil die Institution für mich immer das, was ich unter „leben“ und „Mensch sein“ verstehe, wenigstens behindert, in der Regel eher systematisch verhindert.

So war klar, dass Bertrand Stern und ich uns gut verstehen, als wir uns vor 5 Jahren kennenlernten. Auf seine Frage, ob ich nicht Lust hätte, einen Film über Bildungsvisionen zu machen, sagte ich damals leichtfertig „ja“.
Bertrand, der sich als Philosoph in Theorie und auch Praxis seit 50 Jahren, quasi sein ganzes Leben, mit Bildung und Instituationalisierung beschäftigt, war es ein Anliegen, der ausgeprägten Schulkritik mit etwas Visionärem zu begegnen. Da brauchte er mich gar nicht zu überzeugen: lebe ich doch schon immer intensiv mit Barkhoffs Aussage: „Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch Bilder von einer Zukunft, die wir wollen.“.

Für mich ist es nicht überraschend, dass CaRabA das mit Abstand größte Projekt meines Lebens ist, wo es konsequent weiter führt, woran ich die 10 vorangegangenen Jahre gearbeitet habe und gleichzeitig alles das zusammenfasst und auf den Punkt bringt, was mir in meiner Arbeit ein Anliegen ist! Erlebnishaft, nicht argumentativ, etwas erfahrbar zu machen, was noch nicht ist, aber sein kann, weil es als Potential in jedem Menschen veranlagt ist – das ist mein Anliegen mit CaRabA. Und anschließend dazu ins Gespräch zu kommen, wie wir gemeinsam eine Welt gestalten können, in der dieses Potential nicht nur irgendeine Rolle spielt, sondern die entscheidende Gestaltungskraft überhaupt ist.

Deshalb habe ich mich auf den Wahnsinn dieses Projektes eingelassen: weil ich glaube und hoffe, dass Erfahrungsräume und das Gespräch darüber, was leben eigentlich sein kann, zu einer Zukunft beitragen die wir wollen. Welche Rahmenbedingungen braucht es, vor allem bei jungen Menschen, damit von Anfang an erlebbar wird, das leben kein abstraktes Konzept ist sondern die existenzielle Verbindung mit sich selbst und der Welt wie sie sein will und ist?
Wann hören wir endlich auf, jungen Menschen beibringen zu wollen, was leben ist? Sie wissen es am besten!

Alle Details zu dem Projekt CaRabA unter: www.caraba.de.

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Erfolg

“Wer aus geistigen Intentionen handelt, der darf nicht nach dem Erfolg fragen.”

Rudolf Steiner

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CaRabA kommt ins Kino

Endlich ist es soweit: nach über 5 Jahren Arbeit wird der Kinofilm CaRabA ab dem 9. Mai im Kino zu sehen sein! Auch die Vorbereitungen der DVD laufen auf Hochtouren.
Darüber freue ich mich sehr. War dies doch der Aufhänger, warum ich all die Arbeit gemacht habe: um ins Gespräch zu kommen und eine Grundsatzdiskussion anzustoßen zum Thema Bildung. So bin ich sehr gespannt, was entstehen wird und hoffe auf viele inspirierende und erhellende Begegnungen.
Weitere Details und Aktuelles auf der Filmwebsite: www.caraba.de.

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Unbezahlte Arbeit

“Und das ist, was eigentlich die Gesellschaft trägt. Es wird ja in unserer Gesellschaft viel mehr ehrenamtliche Tätigkeit geleistet – besonders im sozialen Bereich – als bezahlte Tätigkeit. Und warum können die das unbezahlt machen? Weil sie einen Sinn in der Arbeit sehen.”

Götz Werner, September 2016

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Mein Lebensweg im kurz kurz Abriss

Ich hatte die Ehre, mit Sophia im Gespräch ein bisschen was aus meinem Leben und meiner Auseinandersetzung mit Berufsorientierung zu erzählen: www.youtube.com/watch?v=Irno2tK9pi8

Es lohnt sich auch, Sophias Website im Blick zu behalten, weitere Interviews werden dort folgen: audact.co/

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Fragmente zur Existenzialität als Lebenskraft

Immer schon habe ich versucht mich in meinem Leben mit Menschen zu umgeben, für die das Leben auch etwas mit dem Tod zu tun hat – das Leben als existenzielle Angelegenheit – es geht hier um was.

Zwei Grundfragen oder Richtungen entstehen daraus, die dem Leben Sinn geben:
– alle Kräfte zu investieren – nicht zu sparen – nichts zurück zu halten – was man geben kann zu geben
– und, die Prioritäten richtig zu setzen – es geht ja nicht um mich und gleichzeitig um nichts anderes
Ich vermute, dass sich an diesen beiden Lebens-Gestaltungs-Fragen das Leben entscheidet. Am Ende werde ich mich fragen, ob ich alles gegeben habe (mit überschüssiger Energie aufzuhören macht ja nun wirklich keinen Sinn) und ob ich das ernst genommen und getan habe, was anstand.

Nur aus der Existenzialität entsteht die Entscheidungskraft, den Weg zu gehen, etwas von sich zu opfern – sich hinzugeben – um sich überhaupt erst in die Möglichkeit zu versetzen, sich selbst zu finden – sich selbst zu verwirklichen. In der Existenzialität liegt der Ausgangspunkt, eine Kraft zu entwickeln – Existenzialität als Lebenskraft.

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Über die Beweisbarkeit und Wahrscheinlichkeit

“Das Ich ist zerbrechlich. Es ist in jedem von uns nicht einmal etwas, was wir wirklichen besitzen, eine fest umrissene Anzahl von Fähigkeiten, auf die wir mit Stolz große Stücke halten könnten. Es ist wie ein Impuls, eine Art Schwung, ja höchstens wie eine Art Schwung.”
Jacques Lusseyran (“Gegen die Verschmutzung des Ich”)

“Nichts entzieht sich der Darstellung durch Worte so sehr und nichts ist doch notwendiger, den Menschen vor Augen zu stellen, als gewisse Dinge, deren Existenz weder beweisbar noch wahrscheinlich ist, welche aber eben dadurch, dass fromme und gewissenhafte Menschen sie gewissermaßen als seiende Dinge behandeln, dem Sein und der Möglichkeit des Geborenwerdens um einen Schritt näher geführt werden.”
Hermann Hesse (“Das Glasperlenspiel”)

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die letzte Weisheit

Es ist ein merkwürdiges, doch einfaches Geheimnis der Lebensweisheit aller Zeiten, dass jede kleinste selbstlose Hingabe, jede Teilnahme, jede Liebe uns reicher macht, während jede Bemühung um Besitz und Macht uns Kräfte raubt und ärmer werden lässt. Das haben die Inder gewusst und gelehrt, und dann die weisen Griechen, und dann Jesus, dessen Fest wir jetzt feiern, und seither noch Tausende von Weisen und Dichtern, deren Werke die Zeiten überdauern, während Reiche und Könige ihrer Zeit verschollen und vergangen sind. Ihr mögt es mit Jesus halten oder mit Plato, mit Schiller oder mit Spinoza, überall ist das die letzte Weisheit, dass weder Macht noch Besitz noch Erkenntnis selig macht, sondern allein die Liebe. Jedes Selbstlossein, jeder Verzicht aus Liebe, jedes tätige Mitleid, jede Selbstentäusserung scheint ein Weggeben, ein Sichberauben, und ist doch ein Reicherwerden und Grösserwerden, und ist doch der einzige Weg, der vorwärts und aufwärts führt. Es ist ein altes Lied und ich bin ein schlechter Sänger und Prediger, aber Wahrheiten veralten nicht und sind stets und überall wahr, ob sie nun in einer Wüste gepredigt, in einem Gedicht gesungen oder in einer Zeitung gedruckt werden.

Hermann Hesse – 1907

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Ernährung durch Kraftvergeudung…

…gegen die Institutionalisierung des Lebens.

Immer konkreter wird das Filmprojekt an dem ich bereits seit 3 Jahren arbeite. Wenn wir nun noch die Finanzierung gestemmt bekommen kann es ab April los gehen. Bis nach dem Dreh, der im September und Oktober stattfinden soll, werde ich dann ziemlich von der Bildfläche verschwinden. Einen Langspielfilm sollte man wirklich nur mit Interesse an Burn-Out produzieren, erst recht, wenn er Low-Budget ist 🙂 Irgendwie ziehen mich solche Projekte an. Auf jeden Fall ist daher auch jede Unterstützung sehr willkommen.

Während der langen Arbeit wurde mir immer deutlicher, wie sehr dieser Film etwas essentielles meines Lebens darstellen will: das Lebensgefühl der Selbstbestimmung ohne Institutionalisierung. Darum drehen sich irgendwie alle meine Anliegen, wie es möglich wird, aufgrund der inneren Verfassung wie auch der passenden Rahmenbedingungen, sich nicht durch Institutionen entmündigen zu lassen, sondern aus einer eigenen, inneren Sinnerfahrung heraus sich gestaltend in die Welt zu stellen. Die Welt soll das ja nicht beschränken oder lenken sondern unterstützen und ermöglichen. Wie kann man das eigentlich systemisch denken? Ich bin der Meinung, dass das eine zentrale Frage der Zeit ist. Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass Caraba, so der Arbeitstitel des Filmes, dazu einen Beitrag leisten kann!

Mehr zu dem Film in der ausführlichen Projektdarstellung als pdf. Oder auf unserer Website: www.caraba.de.

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